Armin Staffler

Projekte

Mach mit! Es geht um uns!

Legislatives Theater
Unter dem Motto „Mach mit! Es geht um uns!“ wurde ein ehrgeiziges Projekt zur Ausarbeitung der Novelle des Tiroler Behindertenhilfegesetzes gestartet. 20 Forumtheateraufführungen fanden dazu im ganzen Land statt.

„Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sieht eine aktive Teilhabe in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens vor. Das bedeutet, dass sie auch an Entscheidungsprozessen mitwirken, die sie unmittelbar betreffen. Das Land Tirol kommt dieser Aufforderung daher auch im Gesetzwerdungsprozess nach“, berichtet Soziallandesrätin Christine Baur. So wurden in einem breit angelegten, kreativen und innovativen Prozess die Anliegen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen, Lernschwierigkeiten und psychischen Krankheiten gesammelt, die in die Ausgestaltung der Novelle einfließen werden. „Mit dieser Methode der Partizipation übernimmt Tirol eine Vorreiterrolle: Menschen mit Behinderung bringen ihre Anliegen aktiv und selbstbestimmt in den Gesetzwerdungsprozess ein“, kündigt LRin Baur an.

„Die Einbindung von Menschen mit Behinderungen in den Gesetzwerdungsprozess erfolgt durch das ‚Legislative Theater‘ – einem Theaterprojekt, das es ihnen ermöglicht, ihre Vorstellungen und Wünsche auf vielen Ebenen und in Form von szenischen Darstellungen zum Ausdruck zu bringen“, berichtet Armin Staffler, künstlerischer Leiter des Projekts.

Szenische Darstellung von Schwierigkeiten und Problemen im Alltag

Ob Unterforderung und Unzufriedenheit am Arbeitsplatz, herausfordernde Alltagssituationen, aber auch Differenzen mit Behörden oder ÄrztInnen: Eine Gruppe von 30 Menschen mit Behinderungen, Lernschwierigkeiten oder psychischen Erkrankungen erarbeitete in mehreren Workshops vier Szenen, die infolge von 17 DarstellerInnen umgesetzt wurden. Diese zeigen die Schwierigkeiten und Probleme, mit denen die Betroffenen täglich konfrontiert sind. Diese Szenen wurden dann im Rahmen von insgesamt 19 Veranstaltungen in allen Bezirken aufgeführt und das Publikum – Menschen mit Behinderungen, die eine Leistung des Landes Tirol in Anspruch nehmen, VertreterInnen aller Behinderteneinrichtungen, aber auch die interessierte Öffentlichkeit – hatte die Möglichkeit, sich durch aktives Mitspielen in die Szenen einzubringen. Über 1.500 TirolerInnen nahmen an diesen interaktiven Aufführungen – dem Forumtheater – teil und wirkten daran mit, Ideen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

„Am Anfang stellten für mich die Aufführungen des Forumtheaters  nur einen Weg dar, meine Meinungen einzubringen. Ich hatte eigentlich nicht vor, mitzuspielen. Später hat mich diese Methode dann aber sehr fasziniert und ich glaube, dass es wirklich etwas bewirkt. Ich habe den Eindruck, dass die Verantwortlichen vom Land Tirol sehr beeindruckt sind, was durch dieses Projekt zustande gekommen ist“, schildert Bernold Dörrer, ein Mitwirkender des Legislativen Theaters, seine Erfahrungen.

Um möglichst viele Menschen mit Behinderungen zu erreichen, wurde bei den Aufführungen besonders auf Barrierefreiheit geachtet: Mithilfe von Schrift- und GebärdendolmetscherInnen, Induktionsschleife oder bildliche Unterstützung für Menschen mit Lernschwierigkeiten wurde eine aktive Mitwirkung für alle ermöglicht.

LRin Baur fasst zusammen „Ich war persönlich bei vielen Veranstaltungen dabei und habe diese zentralen Themen überall gehört: ein einfacher, flexibler und zeitnaher Zugang zu Unterstützungsleistungen, eine respektvolle Begegnung auf Augenhöhe und die Orientierung an den Stärken der Menschen mit Behinderung. Sämtliche Anliegen und Lösungen wurden gesammelt und werden bei der folgenden Erarbeitung des Gesetzes berücksichtigt.“

Rückmeldungen:

"Die Aufführung hat mich sehr beeindruckt! Inklusion ist ein ständiger Prozess und es ist sehr hilfreich, wenn Probleme von Menschen mit Behinderung in Alltagssituationen, im Beruf oder bei Arztbesuchen sehr augenscheinlich dargestellt werden, um die eigene Handlungsweise zu hinterfragen!"
Mag. Reinhold Beer, Leiter der Abt. Unterstützung der beruflichen und gesellschaftlichen Inklusion von Menschen mit Behinderung/Sozialministeriumservice – Landesstelle Tirol

 

"Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Professionalität! Ihre Arbeitsmethode hat mich sehr bewegt; wie weit sie sich auf Menschen einlassen (trauen und können),  und sie diese dann auch behutsam in all ihrer Offenheit und Einschränkung weiterführen. Da steht nicht nur erlerntes Handwerk dahinter, sondern auch Mut und Persönlichkeit mit Liebe zum Menschen.
Für mich war es bestätigend, dass der Mensch nicht vom Geld - sprich den Förderbeiträgen - lebt. Natürlich sind diese unumgänglich und wichtig. Das Leben mit seiner Qualität kann jedoch jede/r Einzelne in der zwischenmenschlichen Beziehung entscheidend mitgestalten und heben. Darin liegt wohl viel Entwicklungspotential und auch Verantwortung aller.
" (Dr. Margaretha Hammerle, Ärztliche Leiterin Ambulatorium für Physiotherapie, Tiroler Gebietskrankenkasse)

 

"Ich bin vom Forumtheater sehr begeistert und sende ich Ihnen gerne diese Rückmeldung zu Ihrer weiteren Verwendung: Das Land Tirol erarbeitet ein neues Gesetz, das die Ansprüche von Menschen mit Behinderungen und die aus Landesmittel finanzierten Leistungen für Menschen mit Behinderungen regeln soll. Die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in den Entstehungsprozess dieses neuen Gesetzes ist durch die UN-Behindertenrechtskonvention vorgegeben und wird vom Land Tirol ernst genommen.

Doch wie können die unterschiedlichen Menschen gut in diesen Prozess eingebunden werden?

Die vom Land Tirol gewählte Methode des Forumtheaters ermöglicht echte Partizipation! Durch diese Form der Auseinandersetzung können sich auch Menschen beteiligen, die nicht oder nur wenig über Lautsprache kommunizieren. Beim Theaterspielen kann auch über nonverbalen Ausdruck von Emotionen das Geschehen mitgestaltet werden, die Teilnehmer/innen beteiligen sich als ganze Personen und nicht nur auf einer ausschließlich kognitiven Ebene.
In diesem Sinne gratuliere ich dem Land Tirol für diesen Weg. Er zeigt auch, dass Menschen mit Behinderungen als Partner/innen in Prozessen ernst genommen werden.
Drei Jugendliche, die im Elisabethinum unterstützt werden, haben die Chance genutzt und mit viel Freude als Schauspielerinnen beim Forumtheater mitgemacht!
Ich selbst durfte gemeinsam mit drei Klassen unserer Schule und den Teilnehmer/innen unserer Berufsvorbereitung an einer Aufführung teilnehmen. Dabei konnte ich erleben, wie gut auch die Einbeziehung der Zuschauer/innen funktioniert hat.
Viele unserer Schüler/innen und jungen Erwachsenen haben sich im Verlauf der Aufführung gemeldet und ins Geschehen eingebracht. Sie konnten dabei authentisch zum Ausdruck bringen, was sie bewegt. Dabei wurde alles, was sie eingebracht haben, wichtig genommen. Diese Erfahrungen stärken Selbstbewusstsein und machen Mut! Ich kann dem Spielleiter, Herrn Armin Staffler, dazu nur gratulieren und danken!
"
Mit lieben Grüßen, Klaus Springer
slw Elisabethinum
Leitung

 

"Vorweg möchten wir Herrn Staffler für die treffend aus dem Lebensfeld der KlientInnen aufgegriffen Szenarien und die feinfühlige Integration der anspruchsvollen und manchmal viele Interpretationen offen lassenden Wortmeldungen aus dem Publikum unseren Dank aussprechen.

Bei der Aufführung des Forumtheaters am 29.9.16 in Innsbruck hatten wir den Eindruck, dass es KlientInnen aus den sozialpsychiatrischen Einrichtungen sehr schwer gelingt sich aktiv einzubringen. Der Großteil der Beiträge aus dem Publikum kam von NutzerInnen aus dem Kreis der Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen  und Sinnesbeeinträchtigungen. Aus den Rückmeldungen der KlientInnen und MitarbeiterInnen,  insbesonders aus dem Bezirk Kitzbühel,  wissen wir, dass es dort gut gelungen ist, die Anliegen und Bedürfnisse sozialpsychiatrischer KlientInnen zu artikulieren und zum Ausdruck zu bringen.

Wir wünschen uns, dass die  Ergebnisse und Erkenntnisse  aus dem Forumtheater in  der neuen Gesetzgebung ihren Niederschlag finden."

mit freundlichen Grüßen,

für das PSP Team,
Leo Alber  (Vorstandsmitglied im Psychosozialen Pflegedienst Tirol)

 

 

WIE? Welt fair!ändern

Wir mischen uns ein!
Ein Forumtheaterstück auf der Suche nach einem guten Leben für alle.
WIE? Kann das gelingen?

Wie können wir uns in unserem Alltag für globale Gerechtigkeit einsetzen? Wie können wir politische und wirtschaftliche Strukturen verändern und dabei denen helfen, die uns am meisten brauchen? Und wo braucht es uns wirklich?

Eine Gruppe von engagierten Menschen hat sich auf die gemeinsame Suche nach den großen globalen Fragen gemacht um herauszufinden, was für uns in Tirol Verantwortung heißt und wie wir diese Verantwortung nachhaltig wahrnehmen können. Der Abend begegnet uns auf heitere Weise mit brennenden Fragen, um zu verändern, was ist.

Projektleitung: Petra Unterberger
Künstlerische Leitung: Armin Staffler
Projektträger: Katholische Frauenbewegung, spectACT – Verein für politisches und
soziales Theater, Dekanat Wilten Land

Wachgeküsst auf Schloss Lengberg (2015)

30 DarstellerInnen von 14 bis 85, von Nikolsdorf und vom Schloss

Ein besonderes Theaterexperiment hat sich der „Theaterverein Nikolsdorf“ in Zusammenarbeit mit dem „AufBauWerk – Unternehmen für junge Menschen“ an einem besonderen Schauplatz vorgenommen. Mit einer Eigenproduktion unter der Leitung der TheaterpädagogInnen Armin Staffl er (Ranggen) und Sonia Ellemunt (Bruneck) kommt ein Gemeinschaftsprojekt zwischen TeilehmerInnen am JobTraining und MitarbeiternInnen vom Schloss Lengberg sowie den BürgerInnen von Nikolsdorf zustande, welches Barrieren zwischen den Generationen aufhebt (die MitspielerInnen sind zwischen 10 und 82 Jahren alt) und die Grenzen von gängigen Vorstellungen des
Andersseins verschwimmen lässt. Im Sinne der Inklusion (gesellschaftliche Teilhabe) wird ein Theater auf Basis von „Füreinander, Miteinander und für Andere“ geboten, bei dem ein Bilderreigen inszeniert wird, der auch das aktuelle Thema von „Leben und Arbeit in Osttirol“ aufgreift und unter anderem mit dem „Vordenken für [Ost]Tirol-Prozess“ korrespondiert. Man darf gespannt sein auf ein Stationentheater der besonderen Art, an einem besonderen Schauplatz und mit den Besonderheiten der mitspielenden Menschen. Der Theaterverein Nikolsdorf freut sich über die gelungene Zusammenarbeit mit dem „AufBauWerk – Unternehmen für junge Menschen“ an diesem besonderen Standort Schloss Lengberg, innerhalb der Nikolsdorfer Gemeindegrenzen. Obfrau Marianne Mair betont, dass der
Kontakt, der 2008/2009 zur Zeit der Renovierung des Schlosses zu TeilnehmerInnen und BetreuerInnen hergestellt wurde, durch die beidseitige Offenheit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit gekennzeichnet ist.
Für die Laiendarsteller der Dorfbühne ist die Inklusion weniger Herausforderung als vielmehr Bereicherung der Theatertätigkeit und das Gefühl, bei und durch die Erarbeitung des Stückes wirkliche Volkskultur zu erschaffen, befriedigt den schauspielerischen Drang ungemein. Die Begegnung, der Austausch, das gegenseitige Lernen und nicht zuletzt die Freude und das Vertrauen beim Miteinander schaffen Mut zu diesem Projekt.
 
 
Lieber Armin,
gerne berichten wir über unsere tollen Erfahrungen mit deiner Arbeit.
Wir hatten zu Beginn unseres Theaterprojekts (...) Bedenken - die große Sorge, unsere Jugendlichen mit Handicap (Entwicklungsverzögerungen, Teilleistungsstörungen, leichten körperlichen Behinderungen) könnten „ausgestellt/vorgeführt“ werden. In unserem Projekt waren dann Menschen mit und ohne Behinderungen, geübte Schauspieler und Neueinsteiger gemischt. Armin Staffler und Sonia Ellemunt ist es gelungen aus dieser bunten Unterschiedlichkeit ein tolles gemeinsames Stück zu kreieren und allen Beteiligten in hohen Maße und sehr wertschätzend gerecht zu werden. Das Ergebnis hat sich für alle Mitspielenden und Zuschauer sehr gut und passend angefühlt.
"Wachgeküsst auf Schloss Lengberg" war ein riesengroßer Gewinn für ALLE Beteiligten und auch beim Publikum ein großer Erfolg!
 
MMag.a Hildegard Goller                                                  Dipl.-Päd. Bianca Wehmeier
Leitung Job Training Nikolsdorf/Schloss                          Job Coach / Stv. Leitung
AufBauWerk - Unternehmen für junge Menschen
Lengberg 1
9782 Nikolsdorf

Wer bin ich und was tue ich?

Meine Rolle als ehrenamtliche/r Hospizbegleiter/in

Im Zentrum des Tages stand die Beschäftigung mit der Frage, „Wer bin ich und was tu ich? Meine Rolle als ehrenamtliche/r HospizbegleiterIn. Dieser Themenbereich wurde unter anderem mit einem interaktiven Theater unter der Leitung von Armin Staffler erarbeitet, bei dem sich die Ehrenamtlichen gut einbrachten. Ein achtsamer Umgang mit der eigenen Personen und den Menschen, die wir begleiten sind von großer Bedeutung.

Angelika Heim
Leitung Regionalarbeit


Rückmeldungen:

  • Das Theater war sehr kurzweilig und mitreißend.
  • Interaktives Theater nächstes Jahr wiederholen!
  • Armin Staffler versteht es super, aus dem Moment die Superlative herauszuholen und ALLE "aufzurütteln". SUPER!
  • Die Worte Begegnung, Berührung und Bewegung werden mich noch lange begleiten und zum Nachdenken anregen. So klar, so treffend. Armin Staffler war sehr beeindruckend in seinen Anregungen und unseren Erfahrungen damit. Ganz toll.
  • Sehr interessant. Interaktives Theater = super! Sehr praxisnah.
  • Hervorragend!
  • Das Theater hat mich sehr berührt.
  • Öfter was mit interaktivem Theater anbieten!
  • War durch das Theater nicht so trocken.
  • Armin hat es bestens verstanden, uns zu aktivieren, einzubinden, mitzutun
  • Sehr spannend, wurde richtig mitgerissen
  • Sehr gut, vielen Dank!
  • Das Interaktive Theater war SUPER!!
  • Tolle Idee mit dem interaktiven Theater.
  • interaktives Theater: Eigene, spannende, andere Form der Kommunikation (super)
  • Interaktives Theater war sensationell!
  • Gut geführt und geleitet - interessant - gute Impulse
  • Armin hat den Vormittag SUPER mit Bewegung und Beispielen gemacht

Wie weit und wie weiter?

Ein Forumtheaterprojekt über Fragen rund um das Thema „sexuelle Belästigung“

Nach dem erfolgreichen Forumtheater-Projekt zum Thema „Frauen und Kirche“ fand die Kooperation zwischen spectACT und der Katholischen Frauenbewegung zu einer brisanten gesellschaftlichen Frage ihre Fortsetzung. In Theaterworkshops wurden Situatio­nen und Geschichten näher beleuchten, in denen Grenzen überschritten wurden, in denen Frauen sexuell belästigt wurden. Diese Form der Gewalt gegen Frauen, so zeigen die Erfahrungsberichte, ereignet sich in allen Mileus, am Arbeitsplatz, im „Freundeskreis“, sogar innerhalb der erweiterten Familie. Wir wol­lten nach Wegen suchen, wie diesen Grenzüberschreitungen begegnet werden kann. Aus den Workshops heraus wurde ein Theater­stück entwickelt, das ab Mitte April 2015 an verschiedenen Orten Tirols zu sehen war, um mögliche Antworten auf die aufgeworfenen Fragen zu finden: Wann und wie sage ich „Stopp“? Wie schärfe ich meine eigene Wahrnehmung für meine Grenzen? Wie können wir in unangenehmen Situationen unser aller Würde wahren? Wie wehre ich mich gegen sexuelle Belästigung?

Die Workshops und Aufführungen wurden von der Lebens- und Sozialberaterin (systemische Beratung und systemisches Coaching) Petra Unterberger begleitet. Sie stand für persönliche Gespräche nach den Workshops/Aufführungen zur Verfügung.

Premiere:

  • 20. April 2015 in Schönberg (Gasthof Handl)

weitere Aufführungen:

  • 24. April 2015, Jugendheim Silz
  • 20. Mai 2015, Neue Mittelschule Völs
  • 21. Mai 2015, Gemeindesaal Sistrans
  • 28. Mai 2015, Reme in Ramsau im Zillertal
  • 12. Juni 2015, Haus der Begegnung, Innsbruck
  • 25. September 2015, 19:30 Uhr, Bildungshaus Osttirol, Lienz
  • 26. September 2015, 14:30 Uhr, Silllian
  • 7. Oktober 2015, Jenbach, Kolpingheim

ANDORRA ANDERS (Forumtheater)

3 Forumtheater-Szenen über das Leben und die Anderen
Wann: 16. Und 17. März 2015, jeweils 19:30 Uhr
Wo: [K2] in den Kammerspielen des Tiroler Landestheaters
Eintritt frei!

Das Landestheater brachte eine Vorstellung von „Andorra“ von Max Frisch auf die Bühne. Die Erwachsenen­spielgruppe 3 (BegLeitung: Armin Staffler) brachte eigene, andere Vorstellungen, eben „Andorra anders“.

Feedback:
„Liebes Team vom Tiroler Landestheater – ich bin seit bald 25 Jahren Abonnentin Ihres Hauses, nun hatte ich „per Zufall“ Gelegenheit, am Montag, dem 16.3.2015 „Andorra anders“ im K 2 beiwohnen können. Das war eine tolle Erfahrung: Ich war begeistert von der Leistung der SchauspielerInnen und der Professionalität und Empathie, mit der der Spielleiter auf die einzelnen Vorschläge aus dem Publikum eingegangen ist, es erfordert dies sicher höchste Konzentration und ein besonderes Talent, zwei Stunden lang auf die verschiedenen Ansätze reagieren zu können. Leider hatte ich am 17.3.2015 keine Zeit, der zweiten Vorstellung beizuwohnen, aber eine derartige Veranstaltung würde ich jederzeit wieder besuchen. Ich hoffe, es gibt bald wieder mal eine Gelegenheit dazu. Gratulation und herzlichen Dank! (Beatrix Steiner)“
Die Figuren in den Szenen verstoßen konsequent gegen das Gebot „Du sollst Dir kein Bild machen“ und sehen vor lauter Zuschrei­bungen den Menschen hinter dem Bild, das sie sich von ihm/ihr gemacht haben, nicht mehr. In welchen Situa­tionen machen wir jemanden zum Anderen, wo werden Aus­grenzungen und Vorurteile so stark, dass sie der/die Betroffene irgend­wann selber glaubt? Wir spielten zu diesen und anderen Fragen und spielten sie auch an unser Publikum zurück. So wie es den Anderen/die Andere nur in unserer Vorstellung gibt, denn niemand ist an und für sich anders*, so nutzen wir die Vorstellungen im Theater, um andere Wege der Begegnung zu suchen.
Das erste Mal in der Geschichte des Tiroler Landestheaters gelang dort eine Forum­theaterproduktion zur Aufführung.
* Eine Synthese aus zwei Gedanken, die ich Wolfgang Dietrich und Paul Mecheril verdanke.

Hilfe! (Forumtheater)

Die 2. Forumtheaterproduktion am Tiroler Landestheater

Ein Stück übers Loslassen, aber nicht loslassen können. Über das Bedürfnis jemanden festzuhalten. Übers Etwas-nicht- wahr-haben-Wollen. Über Verwunderung und Verwundbarkeit. Über:
Fehlendes Vertrauen, Führungswechsel in Beziehungen, Schwierigkeiten eine Haltung zu finden, Angriffspunkte beim Anderen kennen und treffen, übertriebene Empfindlichkeiten, sich mit der Zeit in Sicherheit wiegen, Herausforderungen nicht annehmen, jemanden unter Druck setzen, Jemandem in den Rücken fallen, sich im Kreis drehen, mit sich und seinen eigenen Ängsten und Problemen) beschäftigt sein, geheuchelte Ehrlichkeit, jemandem alle Schwierigkeiten abnehmen wollen, immer alles richtig machen wollen, fehlende Ausdauer, die Verwechslung von Ursache und Wirkung, Unsicherheit überspielen, sich in der Distanz verschätzen, sich in jemandem täuschen, sich seiner Schattenseiten nicht bewusst sein, ...

Du weißt, da ist jemand, aber du weißt nicht wo...

 

 

Wir und die Anderen (2014)

„okay. zusammen leben“ – Migrations- und Integrationsfragen in Vorarlberg

16. Mai 2014 und 11. Oktober 2014: docken. Werkstatt – Begegnungen in einer vielfältigen Gesellschaft. – „Wir und die Anderen – über die Begegnung mit dem Anderen in uns“
Ich danke Dir herzlich für die Qualität Deiner Arbeit, die Du in unsere Reihe einbringst: Deine methodische Präzision, Deine inhaltliche Präzision, aber auch Deine Präsenz im Umgang mit der Gruppe. (Eva Grabherr)

Kooperationen mit dem Tiroler Landestheater

Über die Jahre sind viele Projekte gemeinsam mit dem TLT und dem TSOI (Tiroler Symphonieorchester Innsbruck) realisiert worden: Lehrer/innen-Fortbildungen, Schulprojekte, Stückvor- und -nachbereitungen, etc.

Spielzeit 2017/18: Lehrer/innen-Fortbildung und Workshops zu "Faust. Tragödie 1. Teil" (A: Johann Wolfgang v. Goethe) und "Antigone" (A: Sophokles).
Stückinfo des TLT zu "Faust"
Stückinfo des TLT zu "Antigone"

Spielzeit 2016/17: Workshops zum Stück "Name: Sophie Scholl" (A: Rike Reiniger)
Stückinfo des TLT zu "Name: Sophie Scholl"

Spielzeit 2015/16: Lehrer/innen-Fortbildungen zu "Der Besuch der alten Dame" (A: Friedrich Dürrenmatt), "Michael Kohlhaas" (A: Heinrich v. Kleist) und "Einer flog über das Kuckucksnest" (A: Dale Wassermann)

Spielzeit 2014/15: Lehrer/innen-Fortbildung und Workshops im Anschluss an das Klassenzimmerstück "Malala - Mädchen mit Buch" (A: Nick Wood) und "Was das Nashorn sah, als es auf die anderes Seite des Zauns schaute" (A: Jens Raschke) sowie ein Klassenprojekt zu "Andorra" (A: Max Frisch) mit einer Klasse des Gymnasiums in der Au (Innsbruck)
Stückinfo des TLT zu "Malala"
Stückinfo des TLT zu "Was das Nashorn sah..."
Stückinfo des TLT zu "Andorra"

Spielzeit 2013/14: Lehrer/innen-Fortbildung und Workshops im Anschluss an das Klassenzimmerstück "Flasche leer" (A: Thilo Reffert)
Stückinfo auf der Seite des TLT
Kickstart Konzerteinführung: gem. mit der Musikvermittlerin Sasha Rathey bzw. mit der Klasse 8a des BORG Innsbruck; szenische Einführung zu "Romeo und Julia" v. P.I.Tschaikowski, "Violinkonzert Nr.1 BB 48a" v. B.Bartók und "Bilder einer Ausstellung" v. M.Mussorgski/M.Ravel